Etwas zur Geschichte von Schloss Bettenburg

Schloss Bettenburg ist ein kleines Renaissanceschloss unweit der Stadt Hofheim in Unterfranken.  Es steht auf einem 326 m hohen bewaldeten Bergrücken, der sich ins weite Nassachtal hinausschiebt.  Es hat seinen Ursprung im 11./12. Jahrhundert.  Die heutige Anlage stellt eine Mischung von Gotik und Renaissance dar.

 

Christian Truchseß von Wetzhausen, der 1755 auf Schloß Bundorf geboren wurde und auf der Bettenburg lebte, machte sie zu einem Mittelpunkt des geistigen Lebens seiner Zeit - ein "Weimar der Haßberge". Viele berühmte Menschen der damaligen Zeit trafen sich zur Bettenburger Tafelrunde.  Unter anderem  die Dichter und Schriftsteller Jean Paul, Friedrich Heinrich Karl Freiherr de la Motte-Fouque,  Gustav Schwab, die Liederkomponisten Ludwig Spohr und Albert Methfessel, der Shakespeare-Übersetzer Heinrich Voß, der Philosoph Friedrich Schelling und der Orientalist Friedrich Rückert.   Über den Türen der Zimmer der 'Jean Paul Wohnung' befinden sich Spruchweisheiten der unterschiedlichen Dichter und Denker.

 

1790 wurde rund um das Schloss ein Englischer Landschaftspark angelegt und mit "historischen" Denkmälern sowie einer künstlichen Ruine ausgestattet.  Der Park ist ein bedeutendes Kulturdenkmal.   

Schloss  Bettenburg  besteht aus einem Haupthaus mit hohen Staffelgiebeln und einem runden Treppenturm auf der Rückseite, an den sich zwei Wirtschaftsflügel um den Hof anschließen. Das Torhaus trägt die Jahreszahl 1627, was auf spätere Zu- und Umbauten hinweist. Das Eingangstor zu dem dreigeschossigen Haupthaus befindet sich an der östlichen Längsseite. Über seinem Rundbogen ist eine kleine Steintafel mit den Ehewappen Truchseß von Wetzhausen und von Wechmar sowie die Jahreszahl 1537 eingelassen. Südöstlich vom Haupthaus liegt das eingeschossige Gutsverwalterhaus mit geschweiften Giebeln.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Seminarzentrum Schloss Bettenburg